Sie sind hier: Startseite » Jagdpavillon



Auflösung Tiere und Bäume Jagdpavillon

Wildschwein

Wildschweine sind Allesfresser. Mit ihrem starken Wurf (Rüssel) wühlen sie nach Wurzeln, Pilzen und Früchten von Eichen, Buchen, Kastanien. Sie fressen aber auch Tiere wie bodenbrütende Vögel, Frösche, Schlangen oder Mäuse, Schnecken, Würmer, Larven, auch Aas.

Wildschweine können kilometerweit schwimmen und bis zu 50km/h schnell laufen!

1.    Im Grunde sind sie friedliche Tiere. Das Weibchen (Bache oder Sau), mit Frischlingen, den Jungen, kann aggressiv werden und sogar Menschen, die ihnen zu nahekommen, angreifen.

2.    Der gedrungene, massive Körper erreicht eine Länge von 130 bis 180 cm und ein Gewicht von 50 -180 kg. Das Fell ist variabel dunkelgrau bis braun-schwarz. Die Teller (Ohren) sind eher klein, sie hören und riechen sehr gut, sehen aber nur verschwommen.

3.    Die unteren Eckzähne können in Ausnahmefällen beim Keiler, dem Männchen, eine Länge von bis zu 30 cm erreichen.

4.    Bis zu 3x jährlich bekommen sie meist 3 bis 12 Frischlinge (Junge). Diese, haben ein hellgelbbraunes Fell mit gelblichen Längsstreifen.

5.    Typisch ist das Suhlen in Schlammlachen zur Wärmeregulation und zum Schutz gegen Hautparasiten.

6.    Durch das Durchwühlen und Fressen verursachen Wildschweine erheblichen Schaden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Sie in der Dämmerung und Nacht, aber auch immer mehr im Tageslicht unterwegs.


Wildschwein
Bildvergrößerung
Wildschwein


Feldhase

Mit ihren 4 Läufen können sie bis zu 70 km/h laufen, bis zu 2 m hoch springen, Haken schlagen und gut schwimmen. Im Gegensatz zu den Wildkaninchen wohnen sie in einer Grube/Sasse. Sie sind schon bei der Geburt dazu ausgerüstet zu flüchten, denn sie können sehen, haben bereits ein Fell und können sehr bald laufen.

Feldhasen sehen durch die seitliche Anordnung ihrer Augen auch nach hinten, ohne sich dabei umdrehen zu müssen!

  1. Die Nahrung besteht aus pflanzlichen, grünen Pflanzenteilen, aber auch Knollen, Wurzeln und Getreide und vor allem im Winter die Rinde junger Bäume.
  2. Junghasen werden nach einer Tragzeit von 42 Tagen, 3 - 4 mal jährlich mit ca. 100 - 150 g schwer geboren. Meistens sind es 1-5, manchmal auch 6 Junge. Mehr als die Hälfte überleben das erste Lebensjahr nicht. Das Männchen heißt Rammler, das Weibchen Häsin.
  3. Das Maximalalter beträgt 12,5 Jahre.
  4. Sie werden maximal 76 cm groß, meistens zwischen 50 und 70 cm. und bis zu 8 kg schwer, meistens zwischen 2,5 und 6,5 kg.
  5. Feldhasen sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, zeitweise auch tagaktiv, bewohnt werden eher offene Gebiete.
  6. Das Fell ist weich und braun, sie haben einen kleinen Schwanz und sehr lange „Löffeln" (Ohren).
  7. Bei Gefahr „drücken" sie sich bewegungslos an den Boden und ergreifen erst im letzten Moment die Flucht.

Feldhase
Bildvergrößerung
Feldhase


Waldkauz

Durch ihr rindenfarbiges Gefieder sind Waldkäuze in ihrem Lebensraum, den lichten Laub- und Mischwäldern, gut getarnt. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Mäusen, Ratten, Maulwürfen, Jungkaninchen anderen Kleinsäugern, aber auch Vögeln und Regenwürmern.

Wie alle Eulen fliegen Waldkäuze nahezu geräuschlos!

  1. Ein besonders dichtes und samtartiges Polster auf der Oberseite der Flügel und kammartige Zähnchen an den Kanten der äußersten Flügelfedern verwirbeln den Luftstrom beim Fliegen und unterdrücken so jedes Geräusch
  2. Sie werden mit 40 bis 42 Zentimetern Länge etwa so groß wie Krähen, der Waldkauz gehört damit zu den größeren Eulen. Die Weibchen sind größer und schwerer als ihre Partner.
  3. Ihr großer Kopf ohne Federohren sitzt auf einem gedrungenen Rumpf. Der stark gekrümmte Schnabel ist beim Waldkauz gelblich.
  4. Typisch sind die großen, dunklen Knopfaugen im dunkel umrahmten hellen Gesichtsschleier, der durch die Trichterwirkung Geräusche verstärkt und an die, unter den Federn versteckten großen Ohren weitergeleitet.
  5. Waldkäuze sehen ausgezeichnet im Dunkeln, solange noch ein wenig Restlicht vorhanden ist.
  6. Bei völliger Dunkelheit verlassen sich jagende Waldkäuze ausschließlich auf ihr Gehör.
  7. Sie brüten in einer Baumhöhle 2-6 Eier aus.

Waldkauz
Bildvergrößerung
Waldkauz


Uhu

Der sehr scheue Uhu lebt sehr standorttreu bevorzugt in abwechslungsreichen, offenen und halboffenen, bewaldeten Gebieten mit Felswänden oder Steinbrüchen vom Tiefland bis über die Waldgrenze. Sein Speiseplan besteht aus Ratten, Mäusen, Igel und anderen Säugern bis zum Jungfuchs und Hasen; Vögeln bis zum Graureiher und Enten.

Er erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 1,80 m und ein Gewicht bis 3,5 kg und ist damit die größte Eule der Welt!

  1. Weibchen sind deutlich größer als Männchen.
  2. Die großen orangefarbenen Augen sind vor allem für die Jagd in der Dämmerung und Nacht geeignet, für einen guten Gesamtüberblick kann der Uhu seinen Kopf um 270° drehen.
  3. Das Gefieder weist dunkle Längs- und Querzeichnungen auf. Brust und Bauch sind dabei heller als die Rückseite.
  4. Der Uhu besitzt auffällige Federohren und den für Eulen typischen Gesichtsschleier, der allerdings weniger stark ausgeprägt ist als bei anderen Eulenarten.
  5. Er brütet vor allem auf Felssimsen/Nischen und in alten Greifvogelhorsten, seltener an Gebäuden oder auf dem Boden.
  6. Meistens gibt es 2 - 4 Junge, welche nach 5 Wochen das Nest zu Fuß verlassen.
  7. Seinen Namen erhielt der Uhu aufgrund seiner Rufe: dem männlichen Ruf "buhoo" und der Antwort des Weibchens "uhju".

Uhu
Bildvergrößerung
Uhu


Hermelin

Das Hermelin oder große Wiesel lebt einzelgängerisch und territorial. Die Nahrung besteht größtenteils aus Wühlmäusen und anderen Nagern, Vögeln, deren Eier, Fische, Eidechsen und Insekten. Im Sommer tragen die Tiere oberseits rotbraunes Fell. Im Winter kann sich dieses weiß umfärben. Die Schwanzspitze ist immer schwarz.

Der Fellwechsel hilft Hermelinen, sich zu tarnen. Im hohen Norden bleibt das Fell sogar ganzjährig weiß!

  1. Wiesen, Hecken und Gebüsche, offene Landschaften mit kleinen Waldbeständen und Gewässern werden bevorzugt. In menschlichen Siedlungsgebieten ist es auch zu finden.
  2. Der lang gestreckte Körper hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 21 - 37 cm, der Schwanz 7 - 13 cm.
  3. Mit seinen kurzen Füßen stellt sich gerne auf die Hinterpfoten, um die Gegend auszukundschaften.
  4. Natürliche Feinde sind Fuchs, Katze, Greifvögel und Eulen.
  5. Das Hermelin bewegt sich springend auf dem Boden vorwärts, oft auch in den Gangsystemen der Wühlmäuse.
  6. Es ist ganzjährig aktiv, tag- und nachtaktiv.
  7. Die Wurfgröße beträgt meist 3 - 4 Junge, in günstigen Jahren bis zu 12. Das schwankt sehr stark mit dem Beuteangebot.
  8. Mit Hilfe seiner ausgeprägten Sinnesorgane spürt das Raubtier seine Beute auf. Es kann Tiere bis zur Größe eines Wildkaninchens erbeuten.

Hermelin
Bildvergrößerung
Hermelin


Gams

Gams bevorzugen felsige Gebiete über der Waldgrenze, wo sie oft in großen Rudeln leben, nur ältere Böcke sind Einzelgänger. In strengen Wintern ziehen sie auf Grund des Nahrungsmangels in darunterliegende Waldgebiete. Sogenannte „Waldgams" halten sich aber auch das ganze Jahr in Wäldern auf.

Die Gams ist ein hervorragender Kletterer im Fels und durch eine überdurchschnittlich große Lunge zu gewaltigen Leistungen fähig!

  1. Er hört und riecht ausgezeichnet und sieht ganz gut Das Junge heißt Kitz, die Mutter Geiß, der Vater Bock.
  2. Böcke werden 120 - 135 cm groß und 20 - 40 kg schwer, Geißen 110 - 120 cm groß und wiegen 18 - 30 kg.
  3. Im Sommer ist ihr Fell gelbbraun bis hellbraun gefärbt, im Winter dunkelbraun bis schwarz. Das Haupt (Kopf), ist hell, fast weiß und über die Lichter (Augen), verlaufen schwarze Streifen.
  4. Alle erwachsenen Tiere tragen ein gebogenes, schwarzes Horn (Krucken), das nie abgeworfen wird, sondern ein Leben lang wächst.
  5. Als Nahrung nimmt das tagaktive Gamswild Gräser, Kräuter, Flechten, Moose und im Winter Knospen und Triebe von Sträuchern, Laub und Nadelbäumen auf. Von einer Winterfütterung sollte man beim Gamswild absehen.
  6. Im Wald richten Gämsen Schäden an, da sie Forstpflanzen und Jungbäume verbeißen.

Gams
Bildvergrößerung
Gams


Iltis

Der Iltis lebt einzelgängerisch, bevorzugt an offenen Waldrändern mit genügend Deckungsmöglichkeiten, auch in Nähe menschlicher Siedlungen und liebt die Nähe von Wasser. Er bevorzugt Amphibien wie Kröten, Mäuse, Hamster, Kaninchen, Fische, Reptilien, Eier und Jungwild von Hase, Fasan, Rebhuhn, selten Insekten, Obst und Aas.

Der Iltis lähmt seine Leibspeise mit einem Nackenbiss und lagert sie sozusagen fangfrisch in kleinen Vorratslagern ein („Krötendepots")!

  1. In brenzligen Situationen sondert er ein übelriechendes Sekret ab und sprüht dies bis zu 50 Zentimeter weit.
  2. Typisch ist die Iltismaske: weiße Streifen über Augen und Wangen, weiße Schnauzenspitze, außerdem ein flacher Kopf mit abgerundeten hellgesäumten Ohren. Sein Fell ist dunkelbraun mit gelblich oder fast weißer, durchschimmernder Unterwolle, unterseits dunkler bis fast schwarz.
  3. Die Männchen (Rüde) werden 40 bis 50 cm groß, Weibchen (Fähe) 33 bis 41 cm.
  4. Er hebt beim Laufen den Rücken immer leicht an, als ob er einen Buckel hätte, hört und riecht sehr gut, sieht nur schwach, ist ein guter Schwimmer und Taucher, schlechter Kletterer.
  5. Meistens gibt es 4 bis 8 Junge pro Wurf.
  6. Feinde sind Adler, Uhu, Fuchs, Hunde und Katzen.
  7. Er ist ein stöbernder Jäger mit sogenannten „Pirschpfaden", die er nach Nahrung absucht.

Iltis
Bildvergrößerung
Iltis


Stockente

Die anpassungsfähige Stockente ist die mit Abstand häufigste Wasservogelart in Österreich. Sie stellt kaum Ansprüche an ihren Lebensraum und arrangiert sich gut mit Menschen. Enten sind Schwimmvögel, sie gehen nur mit dem Kopf unter Wasser, um an der Wasseroberfläche oder im seichten Wasser nach Nahrung zu suchen. Im Gegensatz zu Tauchenten starten sie ihren Flug ohne Anlauf.

Wenn sie in der Luft sind, können Enten Tagesstrecken von bis zu 500 km weit und zum Teil bis zu 8.000 Meter hoch fliegen!

  1. Sie müssen ihre Flügel bis zu 300 Mal pro Minute, somit andauernd während des Fluges bewegen.
  2. Stockenten ernähren sich zumeist von Samen, Wasserpflanzen und wirbellosen Tieren, wie zum Beispiel Insekten. Sie gehen auch immer wieder an Land, wo sie z.B. Schnecken fressen
  3. Nicht selten brüten Stockenten ihre Eier (das Gelege), in hohlen Baumstümpfen oder -stöcken in ufernahen Wäldern aus.
  4. Das „Prachtkleid" des Männchens (Erpel) ist am Kopf glänzend grün, mit einem weißen Band am Hals und hellgrauem Gefieder an den Seiten. Im Sommer legt er sein Prachtkleid ab.
  5. Im sogenannten „Schlichtkleid" kann man die Männchen meist nur durch die Farbe des Schnabels (gelb beim Erpel) von den Weibchen (orange) unterscheiden.
  6. Im Unterschied zu anderen Vögeln findet der Gefiederwechsel („Mauser") bei Enten nicht einzeln, sondern gleichzeitig statt. Während dieser Zeit sind Enten für einige Wochen flugunfähig.

Stockente
Bildvergrößerung
Stockente


Fuchs

Er ist ein relativ anspruchsloser Allesfresser und frisst Feldmäuse, Kaninchen, Hasen, Regenwürmer, Käfer, Raupen, Schnecken, Frösche, Eidechsen, Fische, Haushühner, Hausgänse, Hausenten, aber auch Früchte, Aas oder Abfall. Die spitzen Ohren (das Gehör) funktionieren wie Schalltrichter und können unabhängig voneinander bewegt werden. Dadurch werden Beutetiere zentimetergenau geortet.

Das Gehör eines Fuchses ist 20mal besser als das des Menschen!

  1. Füchse wohnen in einem Bau, was man an herumliegenden Beuteresten, dem blanken, abgewetzten Boden und den Fußspuren um den Eingang des Baus herum erkennt.
  2. Man findet sie in Wäldern, Äckern, Grasland und in jüngerer Zeit zunehmend auch in Siedlungsgebieten.
  3. Das Fell ist oberseits rötlich, unterseits weiß, die unteren Teile der Beine sowie die Hinterseiten der Ohren schwarz gefärbt.
  4. Die Körperlänge (ohne Schwanz) beträgt zwischen 62 und 75 cm, die Schwanzlänge 30 bis 45 cm.
  5. Das Männchen nennt man Rüde, das Weibchen Fähe.
  6. Durchschnittlich haben sie vier bis sechs Welpen (Junge).
  7. Sie können langsam anschleichen, springen und sogar klettern.
  8. Bekannt sind sie als Überträger von Krankheiten und Parasiten, die auch uns Menschen bzw. unsere Haustiere betreffen können, z. B. der Tollwut, des Fuchsbandwurms, und der Fuchsräude.

Fuchs
Bildvergrößerung
Fuchs


Dachs

Wegen seiner kurzen Beine geht er eher selten auf richtige Jagd. Er ist eher Sammler und bevorzugt Regenwürmer, Käfer, Raupen, Schnecken, manchmal auch Mäuse, Amphibien, Getreide, Früchte und Aas. Er bewohnt einen mit Blättern und Moos ausgestatteten Bau der oft über mehrere Generationen lang genutzt wird.

Dachsbaue bestehen aus zahlreichen Wohnkesseln, Schächten zur Belüftung und Tunneln von hunderten Metern Länge!

  1. Dachse wohnen in einem Bau. Dass er hier wohnt zeigen, Kratzbäume, ausgetretene Pfade, Trittspuren mit Krallenabdruck, Latrinen und Kotgruben in der Nähe der Eingänge ihres Baues.
  2. Man findet sie in Wäldern, Grasland, gerne an Böschungen und mittlerweile immer mehr in Gärten oder Parkanlagen.
  3. Seine Kopf-Rumpf-Länge misst 65 - 90 cm, sein Schwanz 10 - 20 cm. Er wird bis zu 15kg, im Herbst, bevor sie eine Winterruhe halten, sogar bis zu 20 kg schwer.
  4. Über die Seher (Augen) und die kleinen Gehöre (Ohren) ziehen sich 2 breite, schwarze Bänder, der Rest des Kopfes, bis auf die Ohrenränder ist weiß, der Körper oben silbergrau, unten schwarz.
  5. Meist haben Rüde (Männchen) und Fähe (Weibchen) zwei bis drei, selten bis zu fünf
  6. Sie können sehr gut graben und sogar klettern.

Der Dachs ist für den Menschen nicht gefährlich, er verteidigt sich aber, wenn er sich bedroht fühlt.    


Dachs
Bildvergrößerung
Dachs


Reh

Rehe sind die häufigste Wildtierart in der Steiermark. Man kann sie nahezu überall finden, denn sie sind sehr anpassungsfähig. Besonders gerne halten sie sich in Waldrandzonen oder lichten Wäldern auf, wo sie genug saftiges Gras, Kräuter, junge, eiweißreiche Triebe, Beeren und Pilze, aber auch gute Versteckmöglichkeiten vor Feinden finden.

Rehe riechen einen Menschen sogar 300 bis 400 m weit!

  1. Sie bellen, wenn sie sich schrecken und suchen mit wenigen, schnellen Sprüngen Schutz im Dickicht.
  2. Während des Sommerhalbjahres leben sie überwiegend einzeln oder in kleinen Gruppen, im Winter bilden sich kleine Gruppen von mehr als 3 oder 4 Tieren, manchmal sogar bis zu 20.
  3. Sie werden 93 bis 140 Zentimeter groß und wiegen je nach Ernährungszustand und Lebensraum zwischen 11 und 34 kg.
  4. Die rötlichbraunen bis gelben Sommerhaare wechseln in das graue Winterhaar, der Bauch und der Spiegel (Po) sind fast weiß
  5. Die männlichen Tiere tragen ein 15 bis 20 cm hohes Geweih, das jedes Jahr im Oktober/November abgeworfen wird und im Frühling neu wächst.
  6. Das Junge heißt Kitz, die Mutter Geiß, der Vater Bock.
  7. Durch Verbiss und das Verfegen junger Bäume beim Wachstum des Geweihs werden teils große Schäden in unseren Wäldern verursacht.

Reh
Bildvergrößerung
Reh


Eiche

Die Eiche entwickelt dicke Stämme, gewaltige Baumkronen und wird unglaublich alt. Im Wald hat sie einen geraden, bis weit nach oben gereinigten Stamm und eine unregelmäßige, starkastige Krone.

Eichen erreichen eine Höhe von 15 bis 45 m, ausnahmsweise bis 60 m und ein Alter von bis zu 2000 Jahren!

  1. Die typischen gewellten, weich geformten Blattränder (Lappen) des eher derben Eichenblattes gehören nicht zu allen Eichenarten, es gibt auch spitze Enden. Die häufigste Eichenart bei uns ist die Stieleiche.
  2. Die Rinde ist jung glatt, glänzend, grau, mit hellen Korkwarzen, im Alter dann graubraun, längs- und tiefrissig.
  3. Sie liebt Wärme, braucht halblichte Standorte und ist ein Tiefwurzler, der mineralreiche, frische, tiefgründige, auch schwere Lehmböden bevorzugt.
  4. Das Holz ist außen gelblich, innen hell- bis dunkelbraun gefärbt, schwer, hart zäh und sehr witterungsbeständig.
  5. In alten Eichen ist wertvoller Lebensraum für viele Tiere (z.B. Hirschkäfer)
  6. Geröstet wurden die Eicheln früher sogar als Kaffee- und Mehlersatz verwendet. Die Rinde eignet sich gut zum Gerben.
  7. Sie enthalten viel Stärke und Öl. Sie dienten früher zur Schweinemast und sind wertvolle Nahrung für viele Waldtiere, vor allem auch im Winter.


Eiche
Bildvergrößerung
Eiche


Bergahorn

Der Bergahorn ist der häufigste Ahorn bei uns. Er ist ein mächtiger, kurzstämmiger Baum, wenn er alleine steht, im Wald hat er einen langen, geraden, astfreien Stamm. Bergahorne erreichen je nach Art eine Höhe von über 30 m und ein Alter von rund 500 Jahren. Auf Sonnseiten findet man den Bergahorn über 1600 hm hinauf.

Der Bergahorn ist somit der Laubbaum, der in den höchsten Höhenlagen beheimatet ist!

  1. Die Blätter sind, wie bei allen Ahornarten, 5-lappig. Sie sind groß, lang gestielt, wie Bergkuppen geformt, oberseits dunkelgrün, unten graugrün bis purpurgrau.
  2. Die Rinde ist jung, graugrün bis rötlichbraun, dann braungrau glatt, erst spät borkenbildend, eher hellbräunlich bis graubraun und schuppig.
  3. Er bevorzugt kühles und feuchtes Klima und lockeren, tiefgründigen Boden, wächst mit aber seinem tiefreichenden Herzwurzelsystem auch auf feuchten Geröllböden, mag aber keine Staunässe.
  4. In der Jugend verträgt er Schatten sehr gut, sein Lichtbedarf wächst im Alter.
  5. Das Holz ist glänzend, weiß, hart, kernlos und gut bearbeitbar und daher wertvoll und vielseitig verwendbar.
  6. Sein Laub bildet sehr wertvollen Humus. Da er Schnitt gut verträgt, wird er gern zu teils bizarren Formen geschnitten und früher wurde die Krone zur Futter- oder Laubheugewinnung für das Vieh geradezu verstümmelt.

Bergahorn
Bildvergrößerung
Bergahorn


Lärche

Die Lärche wächst bis ins Hochgebirge bis in 2400 hm. Sie verträgt Frost und Hitze gleichermaßen gut. Freistehend ist sie ein mächtiger Baum mit einer stumpf kegelförmigen Krone und oft krummem Stamm, in Beständen hoch hinauf astfrei und gerade gewachsen. Lärchen erreichen eine Höhe von 50 m und werden bis zu 200 Jahren alt.

Die Lärche ist der einzige Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln verliert!

  1. Mit ihrem tiefgehenden, starken Herzwurzelsystem wächst sie besonders gerne auf kräftigem und gut durchlüftetem Boden. Sie ist sehr lichtbedürftig und Trockenheit stellt kein Problem dar.
  2. Die Nadeln sind 2 bis 5 cm lang, in Büscheln stehend, weich, dünn und nicht stechend. Im Herbst verfärben sie sich goldgelb.
  3. Die ca. 4 cm großen Zapfen fallen erst nach mehreren Jahren ab.
  4. Die Rinde ist zuerst leder- oder grünlichgelb und glatt, später grau, alsbald dann tiefrissig, äußerlich graubraun, innen rötlichviolett und schuppig.
  5. Das Holz hat außen einen schmalen gelblichen Rand (Splint) und innen einen rötlichbraunen Kern. Es ist weich und gut bearbeitbar, harzreich, dauerhaft, zäh, wasser-und wetterfest
  6. Für den Wald hat die Lärche stark bodenverbessernde Eigenschaften. Früher wurde das Harz als Lärchenterpentin in der Volksheilkunde verwendet. Junge Bäume mit ihren weichen, schmackhaften Nadeln werden sehr gerne vom Wild verbissen.

Lärche
Bildvergrößerung
Lärche


Linde

Die Linde ist in Ebenen und im Gebirge zuhause. Sie wird 20 bis 35 m hoch, erreicht einen Stammdurchmesser von bis zu 3 m und ein Alter von bis zu 1000 Jahren Sie hat bescheidene Wärme- und Lichtansprüche, liebt aber frischen, lockeren und tiefgründigen Boden. Ihre Pfahlwurzel wird im Alter durch einen mächtigen, weit reichenden Wurzelstock ergänzt.

Die Linde blüht im Juni bis Juli, am spätesten von all unseren Baumarten!

  1. Lindenblütentee wirkt schweißtreibend. Auch andere Teile der Linde, wie Blätter und Samen, wurden in der Naturheilkunde verwendet.
  2. Die Blätter haben die Form eines Herzens.
  3. Die Rinde ist jung, grau, braun, glatt, später dunkler und netzartig aufgerissen.
  4. Das Holz ist kernlos, weich, rötlich- bis gelblichweiß, bestes Schnitzholz.
  5. Die Rinde ist anfangs grau oder braun, glatt, später dunkel und netzartig gerissen.
  6. Die Früchte sitzen zu dritt bis zu siebent mit einem Flügelblatt an den Zweigen. Bei der langsam wüchsigeren Winterlinde sind sie zerdrückbar, bei der Sommerlinde kantig und stabil.
  7. Die Blüten sind eine hervorragende Bienenweide, Lindenblütenhonig eine
  8. Junge Blätter schmecken köstlich. Sie wirkt bodenverbessend, ist als Allee- und Parkbaum sehr beliebt.

Linde
Bildvergrößerung
Linde


Esche

Die Esche ist ein hochwüchsiger Baum mit eikegelförmiger, später abgeflachter, mächtiger Krone. Sie wird bis zu 40 m hoch und 300 Jahr alt. Ihr Pfahlwurzelsystem gilt als das am meisten verzweigte unter allen Bäumen. Sie liebt tiefgründigen, mineralstoffhältigen, feuchten Boden ohne Staunässe, bevorzugt mit Kalkgehalt.

Die Esche wirft als einziger Laubbaum im Herbst seine Blätter in grünem Zustand ab!

  1. Die Rinde ist zuerst grau bis olivgrün, glatt, später rau, schwarzbraun und längsrissig.
  2. Ihre Blätter wachsen exakt gegenüberliegend (gegenständig), bestehen aus 8-14 gegenüberliegenden einzelnen Blättern (Fiedern) und werden mit dem Endblatt bis zu 30 cm lang.
  3. Die Früchte sind länglich, mit einem zungenförmigen Flügel und in Trauben angeordnet.
  4. Das Holz hat einen breiten, gelblichweißen Rand (Splint) und hellbraunen Kern. Es ist sehr robust, gut spaltbar, sehr elastisch, zugfest, abriebfest, bruchsicher und lässt sich gut bearbeiten.
  5. Bereits in der griechischen Antike und im Mittelalter galt der Eschenbaum als Medizinbaum und war eine verbreitete Heilpflanze.
  6. Aus den jungen, noch klebrigen essbaren Eschen-Blättern lassen sich schmackhafte Salate in der Küche zubereiten.
  7. Das sich schnell zersetzende Eschenlaub verbessert die Qualität des Bodens. Viele Wildtiere ernähren sich von Zweigen und Blättern der Eschenbäume.


Esche
Bildvergrößerung
Esche


Birke

Die Birke fällt durch ihre weiße Rinde und ihre hängenden, feinen Äste und Triebe auf. Ihre Krone ist kegelförmig mit einem schlanken, oft gekrümmten Schaft. Sie wächst mit ihrer kräftigen Pfahlwurzel, die sich später knollig ausbreitet auch auf sehr trockenen, sandigen Böden von der Ebene bis zur Baumgrenze im Gebirge. Sie erreicht eine Höhe von ca. 20 -30 m, ein Alter von bis 120 Jahren und wird bis zu 65 cm stark.

Die Birke ist unsere lichtbedürftigste Baumart!

  1. Als typische Pionierbaumart erträgt sie extreme Sommer- oder Wintertemperaturen, kommt mit wenig Nährstoffen und Wasser aus und bildet guten Humus.
  2. Die Blätter sind 3-eckig bis eirautenförmig.
  3. Die Früchte hängen länglich als Zäpfchen mit sich darin befindlichen kleinen Samen mit 3-lappigen Flügeln.
  4. Die Rinde junger Zweige ist warzig und rau, braunrot glänzend, später glatt und glänzend gelbbraun, noch später glänzend weiß und erst im hohen Alter bekommen Birken am Wurzelanlauf eine schwarze tiefrissige Borke.
  5. Das Holz ist hell, gelblich- bis rötlichweiß, zäh, elastisch, mit Flecken oder Strahlen, kernlos und schön gemasert. Sie ist für Schnitzereien, Parkett u.Ä. gut geeignet. Auch im Saft geschnittene Birken brennen gut.
  6. Aus ihren feinen Zweigen kann man sogenannte Reisbesen herstellen. Birkensaft und Birkenteer finden in der Volksheilkunde Anwendung, Birkenzucker heutzutage als Süßungsmittel.

Birke
Bildvergrößerung
Birke


Tanne

Die immergrüne Tanne ist bis in 2000 hm, gerne in geschützten Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit anzutreffen. Sie wächst gerade, mit anfangs kegelförmiger, später abgeflachter Krone („Storchennestkrone") und waagerecht abstehenden Seitenästen. Sie benötigt einen tiefgründigen, frischen, nährstoffreichen Boden, den sie mit ihrem tiefreichenden Wurzelsystem gut durchwächst.

Die Tanne verträgt Schatten, wie kaum ein anderer Baum und kann bis über 100 Jahre Beschattung überdauern!

  1. Sie erreicht eine Höhe von 45 bis zu 60 m, Stammstärken von 2m und ein Alter von bis zu 600 Jahren.
  2. Die Rinde ist anfangs bräunlich, dann weißgrau, im Alter hellgrau, in eckigen Schuppen abblätternd.
  3. Die Nadeln sind flach, an der Spitze eingekerbt, oben glänzend dunkelgrün, unten heller und mit 2 weißen Wachstreifen.
  4. Die ca.15 cm großen walzenförmigen Zapfen sitzen stehend auf den Ästen und zerfallen im Herbst. Nur die verholzte Spindel verbleibt oft noch Jahre.
  5. Im Gegensatz zur Rinde ist das Holz harzfrei, leicht, grauweiß, weich, unter Wasser sehr dauerhaft. Es gilt als gutes Klangholz für den Instrumentenbau.
  6. Die Tanne ist mit ihrem aromatisch duftenden Reisig in der Weihnachtszeit als Adventkranz oder als Christbaum nicht wegzudenken.
  7. Sie ist beim Wild sehr begehrt und wird sehr oft als Keimling oder junger Baum totverbissen.

Tanne
Bildvergrößerung
Tanne






http://www.gbg.graz.at/cms/beitrag/10339847/9840681/