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GerambRose 2026: Drei Grazer Bauwerke ausgezeichnet

Historisches bewahren, Neues gestalten

02.11.2026

Die GerambRose 2026 würdigt herausragende Baukultur in der Steiermark. Aus 64 eingereichten Projekten zeichnete der Verein BauKultur Steiermark sechs Bauwerke und einen „Klassiker" aus. Die Jury besichtigte 18 Projekte und bewertete sie in den Kategorien „Öffentliche", „Gemeinschaftliche" und „Private Räume". Fünf der ausgezeichneten Bauwerke setzen auf Holz als wesentliches Baumaterial.

Auch drei Grazer Projekte, deren bauliche Umsetzung durch die GBG erfolgte, wurden prämiert: das denkmalgeschützte Jesuitenrefektorium, das für die Sportinstitute der Universität Graz revitalisiert wurde, die Volksschule Reininghaus als wichtiger Bildungs- und Begegnungsort im neuen Stadtteil sowie die Tennenmälzerei, die mit wenigen Eingriffen ihren industriellen Charakter bewahrt und einer neuen Nutzung zugeführt wurde.

Die Preisverleihung fand am 28. Oktober 2026 in der Grazer Tennenmälzerei statt. Mit der alle zwei Jahre vergebenen GerambRose werden das Zusammenspiel von Planung, Bauherrschaft und Ausführung sowie qualitätsvolle, nachhaltige und zukunftsorientierte Baukultur gewürdigt.

v.l.: Rainer Plösch, Alexander Feuchter, Rudolf Peer, Wolfgang Frischenschlager, Günter Hirner

Jesuitenrefektorium

Das denkmalgeschützte Jesuitenrefektorium in Graz wurde nach jahrzehntelangem Verfall im Auftrag der Universität Graz revitalisiert und 2025 für die Sportinstitute adaptiert. Verlorene Arkaden, Giebel und Raumkanten wurden mit Dämmbeton zeitgemäß ergänzt. Dabei bleiben historische Ziegelmauern und neue Sichtbetonelemente als unterschiedliche Zeitschichten erkennbar und treten in einen harmonischen Dialog. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie historische Bausubstanz erhalten, neu interpretiert und einer zeitgemäßen Nutzung zugeführt werden kann.

Mehr erfahren: Erfolgreiche Revitalisierung des Jesuitenrefektoriums

Volksschule Reininghaus

Die Volksschule Reininghaus ist ein zentraler Bildungs- und Begegnungsort im neuen Grazer Stadtteil. Der 2024 fertiggestellte Bau verbindet robuste, rot eingefärbte Betonfassaden mit warmen Holzelementen in den Lernbereichen. Großzügige Bildungscluster und eine gemeinsame Lernterrasse schaffen eine angenehme Lernatmosphäre und erweitern den Unterricht in den Freiraum. Das Projekt verbindet durchdachte Architektur, hochwertige Materialien und soziale Infrastruktur.

Tennenmälzerei

Die denkmalgeschützte Tennenmälzerei in Graz-Reininghaus wurde mit wenigen, gezielten Eingriffen zu einem neuen Ort der Begegnung und Nutzung umgestaltet. Reversible Einbauten, rohe Materialien und ein „Raum im Raum" bewahren den industriellen Charakter des Gebäudes und machen die Geschichte des Stadtteils erlebbar. Das Projekt zeigt, wie historische Bausubstanz ressourcenschonend weiterentwickelt und als identitätsstiftender Ort in ein neues Stadtquartier integriert werden kann.

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